Wochenupdate am 01.07.

von Anne Radegast01.07.2022

Auch in Peru steigen die Fallzahlen wieder an. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 53,0 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner - vor 14 Tagen lag sie noch bei 19,0. 82,7% der peruanischen Bevölkerung sind vollständig geimpft und 60,6% haben ihren Impfschutz mit der 1. Booster-Impfung auffrischen lassen. In Peru sind bisher insgesamt 213.483 Personen an einer Covid-19 Infektion verstorben. Mit aktuell 6.300 Todesfällen je Million Einwohner hat Peru damit leider die höchste Sterberate weltweit.
(Quelle 1 & 2)

Angesichts der steigenden Fallzahlen, bemüht sich der peruanische Staat bzw. das peruanische Gesundheitsministerium (MINSA) auf vielerlei Weise darum, den Impfprozess im Land so schnell es geht voran zu treiben. Dies geschieht praktisch auf unterschiedliche Weise:

Es werden national viele unterschiedliche Impfkampagnen im kleinen wie im großen Rahmen durchgeführt. Es ziehen zum Beispiel, in der Stadt, wie auf dem Land, Impfteams von Haus zu Haus, um dort -gerade die Menschen mit besonders hohem Infektionsrisiko- gegen das Corona-Virus, aber u.a. auch Influenza zu impfen.

Dabei werden sowohl Kinder von 5 bis 11 Jahren mit der ersten oder zweiten Impfdosis versorgt und alle Personen ab 18 bzw. ab 40 Jahren können ihre dritte bzw. vierte Dosis erhalten, sofern der vorgeschriebene, zeitliche Abstand zur letzten Dosis vollendet ist.
(Quelle 4 & 5)

Den Worten von Maria Elena Martínez zufolge, welche die Immunisierungsabteilung des Gesundheitsministeriums leitet, sollen diese Kampagnen

„die Menschen daran erinnern, dass die Pandemie noch nicht zu Ende sei und dass die Wachsamkeit nicht nachlassen dürfe, vor allem nicht in diesen kalten Jahreszeiten, von denen die schwächsten Bevölkerungsgruppen betroffen seien.“

Weiterhin stehen auch Impfzentren, sowie mobile Impfteams auf öffentlichen Plätzen zur Impfung bereit. Außerdem wurde zum Beispiel für alle 12- bis 17-Jährigen die vorgeschriebene Zeitspanne zwischen der zweiten und dritten Impfdosis von 5 Monaten auf 3 Monate heruntergesetzt, um den Schutz vor einer Covid-19-Infektion für landesweit etwa zweieinhalb Millionen Teenager angesichts der steigenden Fallzahlen schnellstmöglich zu verbessern. (Quelle 3)

Es scheint, als würde die MINSA alle möglichen öffentlichen Veranstaltungen und Bekanntmachungen dazu nutzen, um über die Impfungen zum Schutz vor dem Corona-Virus, sowie die empfohlenen Präventivmaßnahmen, wie das richtige Tragen einer Maske, zu informieren und diese zu bewerben.

So tat es zum Beispiel der Minister des MINSA, Jorge Lopez, während er die Bevölkerung vor einer drohenden Ausbreitung der Influenza in der kommenden kalten Jahreszeit informierte (welche das Gesundheitssystem voraussichtlich zusätzliche zur vierten Corona-Welle belasten könnte):

„Ich fordere die Menschen auf, weiterhin die Maske richtig zu tragen, Abstand zu halten und Hände zu waschen, aber vor allem bitte ich sie, ihre Impfdosen gegen COVID-19 zu vervollständigen, denn das ist der einzige Weg, um eine Zunahme der Krankenhauseinweisungen zu verhindern“.

Im Blick auf die sich aufbauende vierte Welle des Virus, gibt das Gesundheitsministerium an, das Gesundheitssystem durch eine bessere Infrastruktur, neue Ausrüstung, entsprechend ausgebildetes Personal, sowie mit finanziellen Mitteln aufzurüsten. (Quelle 6 & 7)

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