Am Mittwoch den 28. Juli wird der neue Präsident Perus ins Amt eingesetzt. Nachdem das ganze Land mehr als einen Monat auf das Ergebnis der Wahl gewartet hat, wurde letzte Woche Pedro Castillo als Gewinner erklärt. Die Amtseinsetzung wird im nahegelegenen Ayacucho stattfinden. Momentan ist es schwierig einzuschätzen, wie sich die Lage entwickelt. Es ist gut möglich, dass es Unruhen im Land geben wird. Pedro Castillo ist marxistisch-lenistisch-maoistisch geprägt, sein Ziel ist vermehrt auf die nationale Wirtschaft zu setzten, um international möglichst unabhängig zu sein.  Im Wahlkampf hat er deutlich gemacht, dass er es für unnötig hält, sich für die Rechte der Frauen einzusetzen. Dies widerspricht klar den Zielen von casayohana. Weiter ist durch die geplante Nationalisierung unklar, ob es weiterhin möglich sein wird, dass Ausländer eine NGO führen dürfen. Es ist momentan schwierig einzuschätzen, inwiefern versprochene Ziele auch umgesetzt werden und welche Auswirkungen dies für casayohana haben wird.

 

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