Sehr geehrte liebe Geschwister Matthias und Sabine Vogel und Annette,
sehr geehrter Vorstand,
sehr geehrtes Kuratoriumsehr geehrte Unterstützer,

es ist außerordentlich bemerkenswert, was Sie ins Leben gerufen haben.

Es ist ein besonders gesegneter Tag für Weißenburg, denn hier feiern Sie ihr Gründungsfest.

Hier sehen wir und erleben wir ganz nah, wie Gottes Liebe wirkt.
Sie öffnet Menschen den Geist, Verstand und das Herz und lässt uns Jesus Christus nachfolgen, ihm, der die Bedürfnisse von Menschen immer sehr ernst nahm, sie nicht zurückließ mit Vertröstungen und leeren, verlogenen Worten, sondern leibhaftig spüren und erfahren ließ, dass Gottes Geist Gutes und Leben unter uns bewirken kann.

Für viele Menschen im Hochland von Peru sind Sie Licht, Hoffnung und Leben.

Meinen allergrößten Respekt und meine allergrößte Hochachtung möchte ich Ihnen gegenüber ausdrücken, nicht nur von mir, sondern auch seitens der Kirchengemeinde hier vor Ort und auch seitens des Dekanatsbezirkes und das am Vorabend einer Landtagswahl in Bayern, deren Ergebnis manche mit Bangen entgegensehen.

Erlauben Sie mir noch ein paar weitere Worte.

Viele von uns heute, wie wir hier sind arbeiten beruflich in Zusammenhängen, die sich nicht nur auf einen Ort, ein Land, eine Sprache, eine Kultur, eine Religion beziehen. Viele Firmen, Einrichtungen, Organisationen und sowieso Kirche haben Kontakte, Beziehungen, Freundschaften und Geschäftsbeziehungen rund um den Globus.

So hat auch die Ökonomisierung aller Lebensbereiche wirklich und auch leider fast den ganzen Globus erfasst.

Der anstößige Künstler des 20. Jahrhunderts, Joseph Beuys hatte in den Nachkriegsjahren dieses Phänomen und seine großen Gefahren vorhergesehen.

Immer wieder machte er mit seiner Kunst aufmerksam:

die Ökonomisierung aller Lebensbereiche, die schamlose Gewinnmaximierung, die Unterwerfung unter die Marktgesetze führen zu einer Entsolidarisierung in der Gesellschaft und dazu dass der Mensch sein Menschsein auch in all seiner notwendigen Kreativität verfehlt.

Man kann das noch zuspitzen und Matthäus 6,24 zitieren:
„Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen.“

Ihr Engagement, Ihre Stiftung beginnt nicht nur eine Solidarisierung, sondern lebt sie und ist damit eines der großen Hoffnungszeichen für unseren Globus. Viel zu lange leben wir hier in Europa von Ressourcen, die uns nicht gehören und die auf Kosten anderer Menschen auf diesem Planet gehen.

Ja, wir jetten heute ständig um den Globus- haben Sie schon mal im Netz gesehen, dort gibt es wohl Bilder und Infos, die zeigen wieviele Flugzeuge derzeit am Himmel sind, –
ja, und wir können Bine live dazu schalten,
ja, die Technik über die wir verfügen ist wirklich beeindruckend
ja, und auch vieles wissen und sehen wir, weil wir so einfach reisen können.

Nun ist es an der Zeit die Solidarität wieder zu entdecken, auf Hochform zu bringen und dazu all unser technisches Wissen und Können, all unsere Beziehungen, Kontakte und Freundschaften einzusetzen.

Sicher hat dieser Planet dann mehr Chance ein blauer, grüner, ein bunter zu bleiben, auf dem viele unterschiedliche Kulturen Lebensraum haben.

Mit Eurer Stiftung setzt Ihr wirklich ein Licht für diese Welt- Danke!!!!!

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