Mit Herz und Wort bewegen: Madita über Öffentlichkeitsarbeit, die wirklich etwas bewirkt
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Interview mit Madita Gutberlet, neue Leitung des Newsletter-Teams bei der Stiftung casayohana
Anne Melber aus dem Redaktionsteam im Gespräch mit Madita über Ihre neue Aufgabe in der Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung casayohana Deutschland.
Anne: Hallo Madita, danke dir für deine Zeit. Stell dich doch kurz vor.
Madita: Sehr gern. Ich bin Madita Gutberlet, komme ursprünglich aus Norddeutschland und lebe inzwischen im Schwarzwald. Dort arbeite ich als Sporttherapeutin in einer Rehaklinik. In meiner Freizeit mache ich viel Sport, lese gern und engagiere mich bei casayohana in Deutschland.
Anne: Wie bist du zu casayohana gekommen?
Madita: Während meines Studiums habe ich ein sechsmonatiges Praktikum in Peru gemacht. Die Arbeit dort hat mich so begeistert, dass ich mich auch nach meiner Rückkehr in Deutschland weiter engagieren wollte. Heute bin ich Teil des Teams Öffentlichkeitsarbeit. Ich kümmere mich vor allem um den Newsletter, bin aber auch bei Veranstaltungen und Vorträgen dabei.



Anne: Stell den Newsletter doch kurz für alle vor, die ihn noch nicht kennen.
Madita: Aktuell erscheint er dreimal im Jahr. Wir berichten über Entwicklungen und Ereignisse im Projekt – zum Beispiel über den Bau des Kindertherapiehauses oder die Suche nach Mitarbeitenden vor Ort und in Deutschland. Außerdem teilen wir Neuigkeiten aus der Stiftung, Gebetsanliegen und kommende Termine. Häufig arbeiten wir mit kurzen Anreißern und verlinken auf ausführlichere Beiträge auf unserer Website.
Anne: Du bist stark eingebunden – was bedeutet dir dein Engagement?
Madita: Es hält meine Verbindung zu Peru, den Kindern und dem Team lebendig. Beim Schreiben habe ich oft ein bestimmtes Kind vor Augen und weiß, welche Unterstützung es braucht. Dadurch wird sehr greifbar, wofür wir die Arbeit machen. Man sieht, wie viel Veränderung durch Unterstützung und Öffentlichkeitsarbeit möglich ist – und dass man auch von Deutschland aus einen wichtigen Beitrag leisten kann.

Anne: Kannst du uns die Arbeit am Newsletter genauer beschreiben?
Madita: Gern. Ich habe die Verantwortung Anfang des Jahres übernommen, da Annette Büttel in vielen Bereichen stark eingebunden ist und Aufgaben abgeben wollte. Meist starten wir etwa zweieinhalb Monate vor Veröffentlichung mit der Planung: Wir sammeln Themen, verteilen Aufgaben und gehen dann in eine intensive Korrekturphase. Dabei durchlaufen die Texte mehrere Schleifen und werden von verschiedenen Personen geprüft, bis wir gemeinsam die beste Version erarbeitet haben. Zum Newsletter gehört aber nicht nur das Schreiben – auch Formatierung und Gestaltung spielen eine große Rolle. Viele unterschätzen, wie viel Arbeit dahintersteckt. Hier unterstützt uns Nils sehr, insbesondere beim Layout und bei der Bildanordnung.
Anne: Was sind dabei die größten Herausforderungen?
Madita: Vor allem die lange Vorlaufzeit und die intensive Endphase mit vielen Überarbeitungen. Unser Anspruch ist hoch: Der Newsletter soll fehlerfrei, informativ, inspirierend und motivierend sein. Gleichzeitig fehlt uns oft direktes Feedback der Leserinnen und Leser – anders als bei Social Media. Es ist nicht immer leicht einzuschätzen, wie gut unsere Inhalte ankommen und ob wir unsere Ziele erreichen.
Anne: Nimmst du persönlich etwas aus dieser Arbeit mit?
Madita: Auf jeden Fall. Ich habe meine Fähigkeiten im Schreiben weiterentwickelt und ein besseres Gefühl dafür bekommen, wie ich Inhalte ansprechend formuliere. Organisieren fiel mir zum Glück schon vorher leicht, aber auch das konnte ich weiter ausbauen.
Anne: Was würdest du dir wünschen?
Madita: Mehr Rückmeldungen zum Newsletter – vielleicht über eine einfache Möglichkeit zur Interaktion. Und natürlich wünsche ich mir, dass das Projekt weiterhin stabil läuft, wir die Kinder gut unterstützen und auch neue aufnehmen können. Es wäre schön zu wissen, dass der Newsletter ein Stück weit zur Unterstützung dieser wertvollen Arbeit beiträgt.
Anne: Was ist dir besonders im Gedächtnis geblieben?
Madita: Die Zeit in Peru – vor allem die Kinder, die Gemeinschaft im Team und die Bedeutung der Arbeit für die Familien. Besonders erinnere ich mich an das Lachen und die Energie der Kinder in den Pausen. Sie konnten ihre Fähigkeiten stärken und sind durch das gegenseitige Helfen enger zusammengewachsen. Gleichzeitig wird einem bewusst, wie privilegiert wir in Deutschland leben und welche Möglichkeiten wir hier haben. Das verändert den eigenen Blickwinkel.

Anne: Gibt es noch etwas, das du teilen möchtest?
Madita: Ich finde es sehr ermutigend zu sehen, dass casayohana immer bekannter wird – zum Beispiel auf Veranstaltungen wie der JUMIKO. Das zeigt, dass unsere Öffentlichkeitsarbeit wirkt und wir dadurch auch vor Ort in Peru mehr bewegen können.
Danke, Madita für deine Offenheit und deine Zeit zum Gespräch!
Wollt ihr noch mehr über Madita und ihr Engagement erfahren, dann hört gern in den Podcast rein.
Möchtest du dich einbringen?
Auch von Deutschland aus kannst du Teil von casayohana sein.
Ob im Newsletter-Team, auf Social Media oder bei der Pflege unserer Website – es gibt viele Möglichkeiten, deine Fähigkeiten einzusetzen und die Arbeit sichtbar zu machen.
Melde dich gern bei uns – wir freuen uns auf dich!