Hoffnung, die verändert – Ein bewegender Benefizabend für casayohana
Inhaltsverzeichnis
Ein Abend zwischen Betroffenheit und Hoffnung
Ein Abend, der unter die Haut ging: Am 20. Februar kamen in der gut besetzten Karmeliterkirche in Weißenburg Menschen zusammen, um hinzuschauen – dorthin, wo globale Rohstoffgeschäfte ihre dunkelsten Schatten werfen. Der Benefizabend zugunsten von casayohana verband erschütternde Einblicke, persönliche Erfahrungen und musikalische Momente der Hoffnung.
Im Mittelpunkt standen der Investigativjournalist Uwe Ritzer, die casayohana-Gründerin und Leiterin Bine Vogel und der Pianist Manuel Weber. Moderiert von Kuratoriumsmitglied der Stiftung casayohana Deutschland Pfr. Friedemann Büttel gestalteten sie einen Abend, der informierte, bewegte und gleichzeitig Mut machte.

Die verborgene Seite des Rohstoffbooms
Bereits zu Beginn wurde deutlich: Dieser Abend würde unbequem werden.
Uwe Ritzer, Wirtschaftskorrespondent und Investigativjournalist, schilderte eindringlich die globalen Zusammenhänge hinter dem Rohstoffabbau. In seinem aktuellen Buch „Der Ausverkauf“ beschreibt er, wie internationale Konzerne von natürlichen Ressourcen profitieren, während die Bevölkerung in den Abbaugebieten häufig mit den Folgen leben muss.
Besonders eindrücklich wurde dies am Beispiel der Provinz Espinar im peruanischen Andenhochland:
Dort rollen täglich hunderte Lastwagen durch zahlreiche Dörfer entlang eines Bergbaukorridors. In der Bevölkerung werden immer wieder hohe Werte von Schwermetallen wie Arsen und Blei im Blut nachgewiesen. Selbst das Trinkwasser ist vielerorts belastet.
Ritzers Analyse machte deutlich: Die globalen Lieferketten unseres Alltags – von Smartphones bis zu moderner Technik – sind eng mit diesen Rohstoffen verbunden. Ein komplexes System, in dem wirtschaftliche Interessen oft stärker wiegen als die Lebensrealität der Menschen vor Ort.

Begegnungen, die alles verändern
Während Ritzer die globalen Zusammenhänge aufzeigte, erzählte Bine Vogel von den Menschen hinter diesen Zahlen.
Als Kinderintensivschwester ging sie vor vielen Jahren nach Peru – zunächst allein. Dort begegnete sie erstmals der indigenen Quechua-Bevölkerung, die besonders stark unter den Folgen des Bergbaus leidet. Kinder mit schweren Hauterkrankungen, Familien ohne medizinische Versorgung, Frauen, die unter Gewalt und Ausbeutung leiden – Begegnungen wie diese wurden zum Ausgangspunkt ihrer Arbeit.
Aus dieser Erfahrung heraus entstand casayohana – ein „Haus für Yohana“. Benannt nach dem ersten behinderten Mädchen, das Bine Vogel kennenlernte.
Heute arbeitet ein engagiertes Team aus peruanischen und deutschen Fachkräften in verschiedenen Bereichen zusammen: Pflege, Psychologie, Therapie, Bildung und soziale Begleitung. Ziel ist es, Menschen ihre Würde zurückzugeben und Perspektiven zu eröffnen.

Hilfe, die konkret ankommt
Die Arbeit von casayohana hat in den vergangenen Jahren vielen Familien neue Hoffnung gegeben:
- über 250 Patenschaften für Kinder mit Behinderungen
- schulische Förderprogramme für Kinder und Jugendliche
- Schutzräume für akut Betroffene von Gewalt
- medizinische Versorgung und Therapie
- Unterstützung für Familien und kleine lokale Projekte
Jährlich profitieren rund 4000 Menschen im Andenhochland von dieser Arbeit.
Dabei geht es nicht nur um Hilfe im Moment – sondern um langfristige Veränderung: Bildung ermöglicht Zukunft, gestärkte Familien tragen Hoffnung weiter in ihre Gemeinschaften.
Auf die Frage, warum sie sich dafür schon so viele Jahre einsetzt, meint Bine Vogel schlicht:
„Jeder Mensch ist einzigartig und geliebt – wir hier und die Quechuas dort! Jeder verdient es sich für ihn einzusetzen.“




Musik als Brücke der Gefühle
Zwischen den bewegenden Berichten sorgte Pianist Manuel Weber immer wieder für musikalische Momente, die die intensiven Eindrücke des Abends aufnahmen und in Klang verwandelten.
Sein Spiel am Flügel schuf Raum zum Innehalten – und erinnerte daran, dass Hoffnung selbst in schwierigen Geschichten ihren Platz hat.

Gemeinsam Hoffnung möglich machen
Der Benefizabend machte deutlich: Die Herausforderungen sind groß – doch Veränderung ist möglich, wenn Menschen zusammenstehen.
casayohana lebt von diesem Engagement. Von Menschen, die hinschauen, die unterstützen und die Hoffnung weitertragen. Viele bewegte Besucherinnen und Besucher nutzten so auch die Gelegenheit nach dem Programm am Infostand der Stiftung casayohana gegen Spende Produkte aus dem Projekt und aus Peru mitzunehmen, Fragen zu stellen und anhand von vielfältigem Material die Arbeit von casayohana kennenzulernen.
Danke an Uwe Ritzer und Manuel Weber für ihre großzügige Unterstützung !
Wenn auch Sie etwas für diese Arbeit tun möchten, können Sie helfen:
- mit einer Spende
- mit einer Patenschaft für ein Kind
- oder indem Sie die Arbeit von casayohana weiter bekannt machen.
Jeder Beitrag hilft, Kindern und Familien in Peru neue Perspektiven zu eröffnen.
👉 Unterstützen Sie casayohana und schenken Sie Hoffnung:
Denn manchmal kann schon eine einzige Hilfe – eine Behandlung, eine Schulbildung, eine Begleitung – ein ganzes Leben verändern.


Danke an das Weißenburger Tagblatt für die Bereitstellung einiger Fotos hier im Beitrag.