Seit 7 Monaten werden nun schon die Familien aus unseren Projekten -und noch ca. 500 weitere Personen- mit Kleidung, Decken, Lebensmitteln und Medikamenten versorgt. Somit können die schlimmsten Folgen von Corona, nämlich Unterernährung, Folgeerkrankungen und Hoffnungslosigkeit abgefedert werden.

Doch nach wie vor ist die Situation extrem prekär – und das vor allem für die jungen Frauen und Mädchen.

  1. Aktueller Bedarf in Bezug auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie

In unserer aktuellen Umfrage in unserem Umfeld geben 75 % der befragten Familien in der aktuellen Situation immer noch häusliche Gewalt und Alkoholismus als Bedingung an, unter der vor allem die jungen Mädchen und Frauen leiden.

d.h. junge Frauen und Mädchen, die schon studiert und sich dafür mit einem Nebenjob ein Zimmer in Andahuaylas finanziert haben, leben aufgrund von Corona (Verlust des Nebenjobs) wieder zuhause. Sie, die gerade etwas selbständig geworden waren, werden nun zuhause erneut durch häusliche Gewalt (Demütigungen, Schläge und sex. Übergriffe) von Seiten einiger Männer wieder “auf ihren Platz verwiesen“.

2. Was wir tun

Wir mieten deshalb ab Mitte November 7 Zimmer im obersten Stockwerk eines Hotels zum geschützten und betreuten Wohnen für diese jungen Frauen.

Dabei handelt es sich um das Hotel eines Ehepaares, das mit casayohana eng verbunden ist. Die Frau arbeitet bereits im Projekt, ihr Mann ist ehrenamtlich in casayohana tätig.

Die Zimmer sind im obersten Stockwerk, oben drüber ist nur noch die Wohnung der Besitzer. Das Stockwerk ist abschließbar (Türe wird gerade eingebaut), im 1. Stock sitzt rund um die Uhr ein Pförtner, Männer werden im Haus nicht geduldet;

Es gibt feste Zeiten des Ausgangs und feste Treffen mit Mitarbeitern von casayohana zur Lebensschulung (zum gemeinschaftlichen Leben, Austausch über ihr Ergehen und ihre Probleme, Fragen des praktischen Lebensstils, wie Anziehen, Umgang mit Geld, mit Männern, Internet, Handy, Verhütung, Facebook, WhatsApp, gesunde Ernährung etc.)

Einmal in der Woche findet gemeinschaftliches Frühstück mit dem Hauselternehepaar statt, sozusagen als Familienanschluss.

Dies soll den jungen Frauen ermöglichen der häuslichen Gewalt zu entkommen und dann ab Februar ihr Studium wiederaufnehmen zu können, auch wenn gerade noch kein Job zur Finanzierung da ist.

Ziel:

Wir wollen:

– gerade in dieser schwierigen Zeit, einen Ausweg aus der Gewaltsituation ermöglichen;

– Perspektiven schaffen: Studium wieder aufnehmen, Teilnahme an der Lebensschule und die Möglichkeit zur Aufarbeitung von Erlebtem;  

Danke an Alle, die uns bei dieser Erweiterung unserer Arbeit unterstützen!

Falls Sie helfen wollen: gerne auf das bereits bekannte Spendenkonto mit dem Betreff:

casayohana allgemein und Bildung in Coronazeiten

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